Teaser Galgenhof


Galgenhof-Steinbühl Geschichte

Kaufhaus Schocken

Am 18. März 1901 wurde in Zwickau ein Warenhaus durch die Brüder Moritz und Julius Ury eröffnet. Simon Schocken, der in die Familie Ury eingeheiratet hatte, wurde mit der Leitung des Hauses betraut. Simons Bruder, Salman Schocken, trat im selben Jahr in die Firma ein. Doch die Gebrüder Schocken strebten nach mehr, sie eröffneten 1904 in Oelsnitz ihr erstes Kaufhaus unter eigenem Namen.

Nürnberg war um die Jahrhundertwende die blühende Industriemetropole Bayerns. In der Südstadt waren bedeutende Firmen wie MAN, oder die Siemens-Schuckert-Werke angesiedelt, viele Arbeiter wohnten in der Umgebung ihrer Arbeitsstätte. Wahrscheinlich auch ein Grund für die Gebrüder Schocken ihr Warenhaus nicht in exponierter Lage der Innenstadt, sondern am Aufseßplatz 18 anzusiedeln.

Der "Schocken" war von Anfang an erfolgreich. Doch worin lag das Geheimnis? Nun, die Kaufhauskette zielte auf die unteren Einkommensschichten ab. Bestmögliche Qualität zu günstigen Preisen lautete die Devise. Bevor ein Produkt ins Sortiment aufgenommen wurde, kontrollierte man die Qualität im firmeneigenen Warenprüfungsinstitut. Den Wareneinkauf tätigte die Zentrale in Zwickau für alle Häuser, was sich in günstigen Preisen widersiegelte.

Die Warenhauskette Merkur erhielt diesen Namen 1938 nach der „Arisierung“ des Schocken-Konzerns, dessen Hauptsitz ursprünglich in Zwickau (Sachsen) lag. Bis 1945 hieß das Unternehmen Merkur AG. 1949 ging dieses wieder in die Hände des Firmengründers Salman Schocken über, der es nach seiner Konsolidierung 1953 an Helmut Horten veräußerte.