Cie Karyatides/BEL: "Les Misérables"

Es ist die Geschichte eines Mannes, der alles verloren hat - von der Gesellschaft verstoßen und von seiner Vergangenheit als Straftäter verfolgt - und der sich für das Glück eines Kindes opfert, welches ihm das Schicksal anvertraut. Es ist die Geschichte einer Frau, die ihren Körper verkaufen muss und ihr Kind verlassen; eines fanatischen und unermüdlichen Polizisten; eines frechen und freien Straßenjungens; einer ungerechten Justiz; des inneren Kampfes des Menschen zwischen Gut und Böse; einer Jahre andauernden Verfolgungsjagd und die Geschichte eines Mannes, dessen Gewissen beständig auf die Probe gestellt wird. Es ist die Geschichte eines unterdrückten Volkes, das sich erhebt und sein Ideal bis zum Tod verteidigt.
Wenn die Erzählung der Misérables mit ihren vielen unerwarteten Wendungen und den ausgeprägten Spannungsbögen als eine Kriminalgeschichte gesehen werden kann, so ist sie auch ein Melodrama, denn die Wendungen in der Handlung lösen in uns die verschiedensten Emotionen aus: Seelenschmerz, Tod, Passionen - Viel Raum wird auch der politischen, sozialen und philosophischen Tragweite des roman-fleuve gegeben: der Gerechtigkeit, der Gleichheit, dem moralischen Bewusstsein und dem Streben nach Umbruch und Revolution.