Eleanor McEvoy

1992 erschien das Compilation-Album »A Woman’s Heart«, das sechs von Irlands besten Musikerinnen zusammen brachte. Das Album verdrängte Michael Jackson's »Thriller« von Platz 1 der ewigen Albumcharts in Irland und hat diese Spitzenposition seither (27 Jahre!) inne. Der Titelsong stammt aus der Feder von Eleanor McEvoy.
Die studierte Violinistin hatte eine sichere Karriere beim irischen Nationalorchester über Bord geworfen, um den unsicheren Weg einer Sängerin und Songschreiberin zu beschreiten. Eleanor McEvoy hat etwas zu sagen, sie will mit ihren Liedern berühren, mit ihren Texten aufrütteln und zuweilen gar provozieren. In ihren Songs nimmt sie immer wieder gesellschaftliche Entwicklungen kritisch unter die Lupe und macht dabei auch vor schwierigen Themen nicht halt. Ihre Lieder gehen unter die Haut, sie berühren, rütteln wach, aber sie können auch amüsant, witzig und romantisch sein oder einfach alles zusammen. Ihre Stimme und die ansprechenden Melodien tun ein Übriges, um Eleanors Songs unvergesslich zu machen.
Eleanor jedoch auf ein Genre beschränken zu wollen, würde zu kurz greifen, denn dafür bedient sie sich viel zu häufig und viel zu gerne anderer Musikstile. Eleanor McEvoy ist vielseitig, zu vielseitig um in eine musikalische Schublade gesteckt werden zu können. Mal rockt sie, mal kommt sie folkig daher, mal bluesig, mal packt sie die Geige aus und wird dann fast schon puristisch traditionell.