Volk Gesundheit Staat

Mit der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 ging auch der Umbau des noch jungen öffentlichen Gesundheitsdiensts im Sinne der NS-Ideologie einher. Der neustrukturierte Dienst sollten dazu beitragen, die rassistischen und biologistischen bevölkerungspolitischen Ziele der nationalsozialistischen Regierung zu verwirklichen. Dies schloss u.a. die Krankenmorde, die Zwangssterilisationen und die Verbreitung rassistischer Konzepte mit ein.
An der Berliner Charité wurde zu diesem Thema eine sehr umfängliche Wechselausstellung konzipiert, die das Memorium Nürnberger Prozesse in Kooperation mit dem Gesundheitsamt Nürnberg sowie dem Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände zeigt. Die Schau verdeutlicht die maßgebliche Beteiligung von Medizin und Justiz an der NS-Rassenpolitik. Durch "Geschichte Für Alle e.V. – Institut für Regionalgeschichte" wurde die Ausstellung um einen regionalen Schwerpunkt ergänzt. Der Anlass für die Präsentation ist der 102. Jahrestag der Gründung des Gesundheitsamts Nürnberg.
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